Vorschularbeit
Die Vorbereitung auf die Anforderungen des Schulanfangs ist eine Notwendigkeit - Vorschulkinder wissen, dass sie in die Schule kommen und manche freuen sich schon darauf. Diese positive Einstellung soll jedoch nicht dazu führen, schulische Lernformen sowie Inhalte und Ziele des Anfangsunterrichts vorwegzunehmen. Es kommt darauf an, eine alle Kinder motivierende Lernausgangslage zu schaffen, den Schulanfang zu thematisieren und mit der Institution Schule bekannt zu machen. Die gesamte Vorschulzeit ist darauf gerichtet, jedem Kind einen möglichst reibungslosen Übergang zu schaffen. Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule ist stets verbunden mit tiefgreifenden Neuorientierungen und fördenden Anregungen. Erfolge und Mißerfolge am Schulanfang setzen sich gleichermaßen auf dem Weg durch die Grundschule und darüber hinaus fort. Daher gilt der Schulanfang als besonder sensible Phase im Leben der Kinder.
Die Kenntniss der konkreten Lebenssituation, des individuellen Entwicklungsstandes sowie des aktuellen Befindens des einzelnen Kindes bilden die Basis für pädagogische Maßnahmen. Diese haben im Einzelnen die Aufgabe, Vorschulkinder
* in ihrer Gesamtpersönlichkeit entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten zu fördern
* in ihrem Sozialverhalten soweit zu fördern, dass sie in einer größeren Gruppe leben, spielen und lernen können
* in ihrer Lernbereitschaft und in ihrem Lernverhalten anzuregen, und dabei Kreativität und Individualität zu entfalten
* auf den Anfangsunterricht angemessen vorzubereiten, ohne Schule vorwegzunehmen.
Die pädagogische Konzeption der Vorschule wird bestimmt von sozialen und emotionalen Dimensionen des Lernens. Eine einseitige Bevorzugung interlektueller Fähigkeiten widerspricht einem ganzheitlich orientierten Konzept kindlicher Persönlichkeitsentwicklung. Gestaltungsprinzipien für alle Lernbereiche sind das Spiel, spielendes Lernen, eigenaktive Erkundung und Entdeckung in der konkreten Lebenswirklichkeit, Bedürfnis-, Handlungs- und Elebnisorientierung.